Thailändisches Gaeng Kua Gai Sapparot

Scharfes Curry mit gebackenem Huhn und Ananas

Gaeng Kua Gai Sapparot

Vorletzte Woche habe ich im türkischen Supermarkt eine große Ananas entdeckt und mitgenommen. Mit dieser wollte ich ein am letzten Wochenende ein thailändisches Curry kochen, und zwar am liebsten eines das ich noch nicht kenne. Ich wälzte einige Kochbücher und Internetseiten und wurde dann mit dem südthailändischen Gaeng Kua fündig. Im Prinzip ein gelbes Curry, das aber schärfer ist und in dessen Paste mehr Kurkuma verwendet wird.

Gaeng Kua wird normalerweise mit Fisch und Ananas zubereitet, aber ich hatte mehr Lust auf Geflügel und besorgte beim türkischen Metzger noch einige große Hähnchenkeulen. Diese habe ich im Backofen zubereitet, in der Zwischenzeit die Currypaste zubereitet und die Keulen dann samt ihrem Bratensaft in das Curry gegeben. In Thailand würde man sie wahrscheinlich eher grillen. Spaßeshalber haben wir das Gaeng Kua Gai Sapparot in der Schale der Ananas serviert. Dafür mussten wir die Keulen aber separat servieren, da sie schlicht zu groß waren.

Zutaten für 3-4 Personen

Für die Hähnchenkeulen

  • 3 große Hähnchenkeulen (etwa 900g)
  • 250ml Wasser
  • ein Stängel Zitronengras
  • 5 Kaffir-Limettenblätter
  • 3 EL Pflanzenöl

Für die Currypaste

  • 6 getrocknete große Thai Chili Schoten
  • 4 getrocknete Bird Eye Chilis
  • 1/2 TL grobes Meersalz
  • 4 frische Bird Eye Chilis
  • 50g gehacktes Zitronengras
  • 2 kleine rote Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • eine kleine Kurkuma Wurzel
  • 1/2 TL thailändische Garnelenpaste

Für das Curry

  • obige Hähnchenkeulen aus dem Backofen
  • eine halbe große Ananas
  • 10 Schlangenbohnen
  • ein Stängel Zitronengras
  • 6 EL obiger Currypaste
  • eine Dose Kokosmilch (400ml)
  • 1 EL Tamarindenpaste
  • 2 EL Fischsoße
  • 1 EL Palmzucker
  • 2 Kaffir-Limettenblätter
  • 2 Thai Chilis
  • 2 EL Pflanzenöl

Zubereitung

Zuerst sollten die Hähnchenkeulen gründlich abgewaschen werden. Diese danach behutsam trocken tupfen und etwas trocken lassen. Nebenher den Backofen auf 200° Celsius bei Umluft vorheizen.

Während die Keulen noch trocknen und der Backofen aufheizt das Zitronengras in dünne Ringe schneiden. Dann das Pflanzenöl in einem großen Bräter, der alle Hähnchenkeulen fassen kann, erhitzen und die Keulen darin von allen Seiten scharf anbraten.

Sobald sich die Hähnchenkeulen beginnen zu verfärben, das Zitronengras und die Kaffir-Limettenblätter hinzugeben und auch diese kurz anbraten. Das Ganze dann mit dem Wasser ablöschen.

Den Bräter nun mit dem Deckel verschließen und die Keulen für zwanzig Minuten bei den vorgeheizten 200° Celsius backen lassen. Den Backofen danach auf 80° stellen und die Hähnchenkeulen für eine weitere Stunde weiter backen.

Dies gibt uns genügend Zeit die Kua Currypaste vor- und zuzubereiten. Hierzu als Erstes die getrockneten Chilis in lauwarmes Wasser legen und für eine Viertelstunde einweichen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein hacken. 

Wer kein gehacktes Zitronengras im Haus hat, muss auch dieses noch selbst hacken. Ich hatte glücklicherweise noch fertig gehacktes im Tiefkühlfach. Ich kann Euch daher leider nicht sagen wie viele Stängel Ihr braucht, um auf 50 Gramm zu kommen.

Als letztes dann noch die Kurkuma Wurzel samt Schale in kleine Stücke schneiden, dabei möglichst wenige Einrichtungsgegenstände gelb einfärben. Gelb gefärbte Kurkuma Finger bekommt man übrigens mit Essig wieder einigermaßen sauber.

Nun alle unter der Currypaste aufgelisteten Zutaten einzeln nacheinander in den Mörser geben und zerstoßen. Ja auch und vor allem die Garnelenpaste. Das Ganze so lange zerstoßen bis eine gleichförmige Masse entstanden ist. Und diesmal gibt es keine Ausreden, das dauert zu lange, denn Ihr habt genug Zeit während die Keulen im Backofen sind.

Nachdem die Currypaste vorbereitet wurde, muss noch die Ananas aufgeschnitten werden. Diese halbieren und das Fruchtfleisch am Rand entlang einschneiden und dann Quadrate einschneiden. So könnt Ihr einzelne Stücke aus der Schale holen ohne diese zu verletzten. Die Stücke dann noch in mundgerechte Würfel schneiden.

Sobald die Hähnchenkeulen lange genug im Backofen waren den Bräter herausholen und etwas abkühlen lassen. Dann das Öl in einem Wok erhitzen und die Currypaste darin abraten bis sie duftet. Diese dann mit der Kokosmilch ablöschen, die Hitze etwas reduzieren und köcheln lassen.

Nun den Bratensaft der Keulen samt Limettenblättern und Zitronengras in das Curry schütten und dann die Keulen selbst hinzugeben. Das Curry dann mit Tamarindenpaste, Fischsoße und Palmzucker würzen und für etwa zehn Minuten köcheln lassen. 

In der Zwischenzeit können die Schlangenbohnen geputzt und in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Danach die Ananasstücke in das Curry geben und das Ganze weitere fünf Minuten köcheln lassen. 

Jetzt die Keulen herausholen und warm halten. Die Bohnen in das Curry geben und nochmals fünf Minuten köcheln lassen. Nebenher noch die Kaffir-Limettenblätter in dünne Streifen und die Chilis in schmale Ringe schneiden.

Das fertige Curry dann in die halbe Ananas füllen und mit den in Streifen geschnittenen Limettenblättern sowie den Chilis garnieren. Dann die Hähnchenkeulen mit dem restlichen Curry übergießen und zusammen mit der gefüllten Ananas sowie Jasmin Reis servieren.

Keulen Anbraten

Chilis Zerstossen

Currypaste Machen

Currypaste

Ananas Ausschneiden

Currypaste Anbraten

Keulen Im Curry

Schlangenbohnen

Mit Ananas

Mit Schlangenbohnen

Ananas mit Curry

Jens am 01.05.2020 um 17:38
in Rezepte