Glühweinbraten mit Spätzle

Etwas deftiges für die kalte Jahreszeit

Gluehwein Braten mit Spätzle

Noch bevor die ersten Weihnachtsmärkte geöffnet haben, gab es bei uns Glühwein. Allerdings haben nicht wir den getrunken, sondern ein Rinderbraten, der damit mariniert wurde. Fischi hat schon zu Hause verschiedene Glühweinreste vom Vorjahr zusammengeschüttet, Gewürze dazu gegeben, den Braten einige Stunden mariniert und dann mit zu uns gebracht. Als Beilage haben wir handgeschabte Spätzle gemacht, etwas was mir meine Oma beigebracht hatte, was ich aber schon sehr lange nicht mehr gemacht habe.

Zutaten für 5-6 Personen

Für die Marinade

  • 900ml Glühwein (roter, weißer und rosé in gleichen Teilen), 
  • 1 TL Koriandersamen 
  • 1 TL Bockshornkleesamen
  • 1/2 TL Sichuanpfeffer

Für den Braten

  • 1,5 kg Rinderbraten (z.B. Bürgermeisterstück)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 3 Karotten
  • 3 Petersilienwurzeln
  • 100ml Wasser
  • 2 EL Pflanzenöl

Für die Spätzle

  • 500g Spätzle Mehl
  • 5 Eier
  • 200ml Wasser 
  • Eine Prise Salz

Zubereitung

Als Vorbereitung in gleichen Teile roten, weißen und rosé Glühwein in ein großes Gefäß schütten. Dazu die Koriandersamen, die Bockshornkleesamen und den Sichuanpfeffer geben und gut verrühren. In diese Marinade den Rinderbraten legen und für sechs bis acht Stunden marinieren lassen.

Sobald es an die Zubereitung geht, zuerst die Zwiebeln sowie die Knoblauchzehen schälen und dann erstere in grobe Ringe und letztere in kleine Würfel schneiden. Danach die Karotten sowie die Petersilienwurzeln schälen und beides in Scheiben schneiden.

Als Nächstes alle Bleche aus dem Backofen entfernen bis auf eines das in einer unteren Schiene verbleibt. Denn den Ofen auf 180° Celsius bei Umluft vorheizen.

Dann das Pflanzenöl in einen großen Bräter geben und den Braten darin von allen Seiten scharf anbraten. Sobald er sich verfärbt hat und vielleicht auch schon leicht braun wird, die Zwiebeln und den Knoblauch hinzugeben und auch diese anbraten bis sie glasig werden. Es folgen die Karotten und Petersilienwurzeln die auch kurz angebraten werden, bevor alles mit der Marinade und dem Wasser abgelöscht wird.

Der Bräter wandert dann samt Braten und Deckel für etwa eineinhalb Stunden in den Backofen. Etwa bei der Hälfte der Zeit fangen wir an den Spätzle Teig zuzubereiten. Hierzu in einer großen Schüssel das Mehl mit den Eiern, dem Salz sowie dem Wasser vermischen und mit einem Kochlöffel zu einem Teig schlagen. Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er Blasen wirft und zähflüssig von einem Löffel fließt.

Während der Teig für etwa eine Viertelstunde ruht, Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und leicht salzen. Als Nächstes brauchen wir ein angefeuchtetes Holzbrett und ein nicht allzu scharfes Messer.

Sobald das Wasser kocht den Teig portionsweise auf das Brett geben, mit dem Messer kleine Stücke davon abschaben und in das Wasser fallen lassen. Die Dicke der Spätzle bleibt dabei jedem selbst überlassen. Ich mag sie dick, was vielleicht daran liegt, dass ich als Kind meiner Oma Dina beim Spätzle machen geholfen habe, und dabei ganz besonders dicke Exemplare machen durfte.

Die Spätzle sind fertig, sobald sie von selbst im kochenden Wasser aufsteigen. Diese dann mit einer Kelle abschöpfen und beiseite stellen. Den Vorgang dann wiederholen bis der gesamte Teig verspätzelt wurde.

Nun den Bräter aus dem Ofen nehmen, den Braten aus dem selbigen herausnehmen und auf ein Schneidbrett legen. Den Glühweinbraten dann mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden. Das im Bräter verbleibende, weichgekochte Gemüse dann mit dem Pürierstab zu einer dicken Soße verarbeiten.

Zum Schluss die Spätzle und ein paar Bratenscheiben auf Teller verteilen und mit der Bratensoße übergießen. Dann sofort servieren, dazu passt ein grüner Salat.

Eingelegt

Anbraten

Braten

Schaben

Spätzle

Fertiger Braten

Schneiden

Jens am 20.11.2019 um 07:04
in Rezepte
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